Sein Name Pejdr Vuolp
ein Roman von Andres Bruetsch
mit Zeichnungen von Livia Gnos
288 Seiten, Edition Howeg, Zürich

 

Neu erschienen! jetzt hier bestellbar:
www.andresbruetsch.ch


 
Die Geschichte
Lina lebt mit ihren Eltern in Budapest. Mit knapp zwanzig Jahren erkennt sie zufällig, dass sie zwar mit ihrer Mutter, aber nicht mit ihrem leiblichen Vater aufgewachsen ist. Lina will wissen wer ihr biologischer Vater ist. Ihre abenteuerliche Reise auf dem Motorrad führt sie von Ungarn in die Schweiz, denn im Engadin vermutet sie ihren Vater, der sich möglicherweise hinter dem Namen «Pejdr Vuolp» versteckt. Doch dieser Name löst im Schweizer Hochtal nur Widerstand und Misstrauen aus.


Warum?



Angereichert mit Zeichnungen von Livia Gnos, schildert der Roman Linas berührende Suche nach ihrem Vater, ebenso vielschichtig wie überraschend.

Nächste Lesungen:
22. November 2022, 20h15 – Stüssihof, Salle Pigalle, Zürich
4. Dezember 2022, 11h – Haus für Kunst, Altdorf
8. Dezember 2022, 17h – Zsuzsa's Galerie, Adligenswil

10. Dezember 2022, 16h – Galleria Sacchetti, Ascona

 

 

Einige Gedanken zu den Zeichnungen
Ich war gerne mit Lina unterwegs, und habe versucht, mich auf ebenso zögerliche, bescheidene Weise mit ihr und ihrer Welt auseinanderzusetzen, wie sie es meinem Empfinden nach tun würde.
 
Es ging mir nicht darum, den Text zu illustrieren, sondern ich versuchte, Spuren von Linas Denken, Sehen, Begreifen auftauchen zu lassen. Es war eine eigenartige Vorgehensweise, vollkommen neu für mich, da ich nicht einfach mich selbst sein wollte oder durfte, mich jedoch auf meine Intuition und meine eigene Lebens- und Wahrnehmungserfahrung verlassen musste.
 
Dabei habe ich fast ausschliesslich mit Bleistift gearbeitet. Zuerst in einem Blanko-Schulheft, und dann später auf etwas poröserem Papier. Mir schien, Lina sei nicht mit einer grossen Auswahl an Zeichenmaterial unterwegs, eher im Gegenteil, ich stellte mir vor, dass Sie mit bescheidenen Mitteln zurechtkäme.
 
Mir schien auch, dass das « sich vorantasten » ein wichtiges Element in den Zeichnungen sein sollte. Dieses Tasten hat sich über den Lauf der Zeit verdichtet, und hat mich zur Wahrnehmung meiner (Linas?) Umgebung über Frottagen geführt. Dass die Frottage eine eigentliche Spur, ein Abdruck ist, gefällt mir dabei. Dass sie eine gewisse Materialität in sich trägt, schien mir passend und Linas Persönlichkeit und ihren Interessen entsprechend.
 
So ist über mehrere Wochen eine Reihe von insgesamt fast 60 Zeichnungen entstanden, welche zwar eigenständig an sich sind, sich jedoch auch auf den Text und zuweilen auf ganz bestimmte Passagen beziehen.