Journal de ma quarantaine, 2021
(Introspection visions rêves - Haus in Flammen)

Durant ma quarantaine en raison du coronavirus, début avril, habitée par un texte de Giorgio Agamben ("Wenn das Haus in Flammen steht", paru en octobre 2020 dans la NZZ - "Quand la maison brûle") j'ai réalisé ce livre de collages que j'avais en tête depuis un moment: images trouvées, images mises de côté, fragments et ratures de mes recherches. Introspection, visions, rêves.

24 pages. 44 x 32 cm

"Sich am Leben fühlen: von der eigenen Empfindsamkeit betroffen sein, sich feinfühlig der eigenen Geste hingeben, ohne sie annehmen oder vermeiden zu können."

"Was bleibt, wenn das Haus in Flammen steht, ist die Sprache."

 

 

Träumen erlaubt, 2024

Collage, plusieurs Formats, environ 25 x 55 cm - 70 x 50 cm

 

Aurore, 2025

Collage, marouflé sur mdf

30 x 21 cm / 42 x 30 cm

 

Die unter dem Titel «Träumen erlaubt» resp. «Aurore» – inspiriert von der Idee das Ausblicks und Rückblicks – vorliegenden Collagen bestehen aus verschiedenen visuellen Elementen und Fragmenten. Dabei handelt es sich fast ausschliesslich um eigenes Material (Fotografien, analog und digital, Papiere, Arbeitsausschüsse oder Abschnitte), sowie um einige wenige aus Zeitungen ausgeschnittene Bilder.
 
Dieses Material habe ich über längere Zeit zusammengetragen und angesammelt: Fotografien, welche ich als Ausgangspunkt für meine zeichnerische Arbeit benutze; Fotografien von Momenten oder Situationen, aus welchen in Inspiration schöpfe; Fehldrucke; Testdrucke; Arbeiten auf Papier, welche mich nicht ganz überzeugen, in welchen in jedoch potential sehe; Arbeiten auf Papier, welche misslungen sind, in welchen jedoch etwas auftaucht, das mich interessiert; verschiedene Papiere, deren Struktur oder Textur oder Inhalt mich interessiert. Gemeinsam ist allen Elementen, dass ich sie zu einem gewissen Zeitpunkt nicht wegwerfen mochte und sie deshalb in eine grosse Mappe legte, aus welcher ich nun schöpfe. 
 
Mein Vorgehen ist von Synästhesie geprägt. Ich wähle intuitiv mehrere Bilder, Fragmente oder Texturen aus, welche ich miteinander kombiniere. Ich achte auf das Motiv, auf die Oberflächenstruktur, auf die Farbe und den Kontrast. Ich möchte, dass sich die verschiedenen Elemente harmonisch zu einem Ganzen fügen, ohne dass sie die Spannung ihrer Unterschiedlichkeit verlieren. Je nachdem, wie ich die Fragmente aneinander oder nebeneinander lege – Millimeterarbeit, wiederholtes Probieren und Verschieben -, entstehen ungesehene neue Verbindungen. Plötzlich erscheint ein Farbton kräftiger oder ergänzt ein Motiv das andere. Jedes Bildelement hat eine gewisse Bedeutung für mich, für den Betrachter jedoch handelt es sich um ein rein visuelles Erlebnis.
 
Es erscheinen neue Assoziationen. Räume tun sich auf. Träumen erlaubt.